06.03.2018

SHK-Handwerk verzeichnet anhaltende Boom-Stimmung

Vom 6. bis 9. März öffnet mit der Fachmesse SHK ESSEN in der Messe Essen ein Besuchermagnet für viele Handwerker und Entscheider aus der SHK-Branche. 570 Aussteller aus 15 Nationen präsentieren auf der ersten Fachmesse des Jahres für Sanitär, Heizung, Klima und erneuerbare Energien in Deutschland ihre Produkte und Neuheiten. Die bundesweite, repräsentative Winterumfrage des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima bestätigt die anhaltend positive Konjunkturstimmung der SHK-Innungsbetriebe in Deutschland. Der Vorjahreswert des Indikators zur aktuellen Geschäftslage wurde diesmal nochmals übertroffen und erreicht einen neuen Spitzenwert. Die Innungsbetriebe verfügen im Winter 2017/2018 über eine deutlich stabile Auftragsreichweite von im Schnitt 10,6 Wochen (Winter 2016/2017: 9,3 Wochen). 44 Prozent der Unternehmen berichten über gestiegene Umsätze in den letzten drei Monaten.

Auch im größten Landesinnungsverband der SHK-Branche in Deutschland ist die Stimmung sehr gut: „Im Winter 2017/2018 liegen wir in NRW bei einer Spitzen-Auftragsreichweite von 10,1 Wochen. Da der Immobilienmarkt weiterhin boomt und kräftig saniert wird, erwarten wir auch in den kommenden Monaten eine positive Geschäftsentwicklung“, fasst Hans-Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes SHK NRW die gute Lage zusammen. Im Winter 2016/2017 lag die Spitzen-Auftragsreichweite in NRW noch bei 8,2 Wochen.

Heizungsindustrie blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Das Fazit des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) fällt ebenfalls positiv aus: Die hundert im BDH organisierten Unternehmen erwirtschafteten im Jahr 2017 einen weltweiten Gesamtumsatz von 14,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von circa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der in den BDH-Mitgliedsunternehmen weltweit Beschäftigten lag bei 73.800 und stieg damit um 2,6 Prozent. Mit 712.000 abgesetzten Wärmeerzeugern und einem Absatzplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum blickt die Industrie auf ein erfolgreiches Jahr im deutschen Markt zurück.

Der größte Anteil des Gesamtabsatzes entfiel auf die Gas-Brennwerttechnik mit 472.500 abgesetzten Geräten und einem Plus von vier Prozent. Erstmalig ist die Wärmepumpe mit 78.000 abgesetzten Geräten und einem satten Plus von 17 Prozent die am zweitstärksten nachgefragte Technologie. Ursächlich hierfür ist ebenfalls die positive Entwicklung im Neubau. Ölbasierte Systeme landeten mit insgesamt 63.500 abgesetzten Geräten auf Platz drei in der Gunst der Nachfrager. Auch mit Blick auf die Klimaziele 2030 ermöglichen die von den BDH-Mitgliedern hergestellten Technologien eine hohe Effizienz bei der Nutzung aller im Wärmemarkt eingesetzten Energieträger und zugleich die Einkopplung erneuerbarer Energien.

Deutsche Gebäudearmaturen erweisen sich als Exportschlager

Die deutsche Gebäudearmaturenindustrie verzeichnete 2017 einen Umsatzzuwachs von einem Prozent (nominal). Das entspricht nach vorläufiger Schätzung einem Produktionswert von rund 4,5 Milliarden Euro (2016: 4,3 Milliarden Euro). In den einzelnen Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze unterschiedlich. Besonders Erfreuliches lässt sich von der Produktgruppe der technischen Gebäudearmaturen berichten. Deren Umsatz wuchs um fünf Prozent, im Wesentlichen gestützt von einem guten Absatz in Deutschland (plus sechs Prozent) und von den außereuropäischen Märkten, hier konnte ebenfalls ein Umsatzplus von fünf Prozent verbucht werden. Für 2018 geht der Fachverband Armaturen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und steigender privater Konsumausgaben von einem steigenden Gesamtumsatzplus von nominal zwei Prozent aus.

Deutsche Gebäudearmaturen erwiesen sich im vergangenen Jahr als Exportschlager: 2017 stieg der Export um 8,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Die Liste der Top-10-Absatzländer führte wie im Vorjahr Frankreich an. Dank der guten Rahmenbedingungen entwickelten sich dort alle Bereiche des Hochbaus positiv. Es wurde mit dem Bau von knapp 20 Prozent mehr neuen Wohnungen begonnen als 2016. Besonders viele erste Spatenstiche gab es in der Hotellerie und im Bereich der Nichtwohngebäude. China folgte Frankreich auf dem zweiten Platz mit der größten Zuwachsrate von über 33 Prozent. Die chinesische Bauwirtschaft erlebte einen Boom. Die neu begonnenen Hochbauprojekte legten bis Oktober 2017 nochmal um 5,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zu.

Weitere Informationen:

www.shkessen.de

www.shk-nrw.de            

www.bdh-koeln.de

www.vdma.org